
Die Bedeutung der Wasserqualität in Hydroponik und Aquaponik
Da Wasser der Hauptbestandteil der Hydroponik Kultur ist, ist die Qualität unglaublich wichtig.
Wasserqualität hat viel mit der Leistung Deiner Ernte zu tun. Oft hören wir von Mängeln in Nutzpflanzen von Kunden, und es ist selten ein tatsächlicher Mangel an Nährstoffen, aber fast immer die Verfügbarkeit von Nährstoffen für die Pflanze.
Die Wasserqualität beeinflusst die Aufnahme von Nährstoffen durch die Pflanze. Hartes Wasser (Wasser mit hohem Mineralgehalt) ist ein hervorragendes Beispiel dafür.
Wenn Deine Stadt hartes Wasser hat oder Du dich auf einem Brunnensystem befindest, kann dies die Verfügbarkeit von Nährstoffen für Deine Pflanzen wirklich einschränken.
Wasserquellen und ihre Qualität
Leitungswasser
Leitungswasser ist die häufigste Wasserquelle für hydroponische Systeme. Die Qualität des Leitungswassers kann jedoch stark variieren.
Es ist wichtig, den pH-Wert und den EC-Wert deines Leitungswassers zu überprüfen. Manchmal ist das Wasser zu hart oder enthält zu viele unerwünschte Mineralien.
In solchen Fällen kann ein Wasserfilter oder eine Umkehrosmoseanlage hilfreich sein, um die Wasserqualität zu verbessern.


Brunnenwasser
Brunnenwasser kann variieren und sollte daher auf pH-Wert und EC-Wert getestet werden.
Es kann hohe Mengen an Mineralien enthalten, die für die Pflanzen entweder nützlich oder schädlich sein können.
Eine regelmäßige Überwachung und gegebenenfalls Anpassung der Wasserqualität ist hier besonders wichtig.
Regenwasser
Regenwasser kann eine ausgezeichnete Quelle für hydroponische Systeme sein, da es in der Regel frei von Chlor und anderen Chemikalien ist, die in Leitungswasser vorhanden sein können.
Es ist jedoch wichtig, das Regenwasser zu filtern, um Verunreinigungen zu entfernen, die während des Sammelprozesses aufgenommen worden sein könnten.

Osmosewasser: Die perfekte Grundlage für deine Hydroponik
In der Hydroponik spielt die Wasserqualität eine entscheidende Rolle, da es die einzige Quelle für alle lebensnotwendigen Nährstoffe für die Pflanzen ist. Eine häufige Herausforderung für viele Gärtner ist es, den richtigen EC-Wert (Elektrische Leitfähigkeit) in der Nährlösung zu erreichen, insbesondere wenn das Leitungswasser bereits eine hohe Konzentration an gelösten Salzen aufweist.
Wenn z.B. Dein Leitungswasser einen EC-Wert von 150 µS/cm (Mikrosiemens pro Zentimeter) hat.
Dieser Wert ist für Leitungswasser durchaus im akzeptablen Bereich, doch in der Hydroponik, insbesondere in der Anzuchtphase von Pflanzen, kann dies problematisch werden.
Pflanzen, vor allem in ihrer frühen Wachstumsphase, dürfen nicht zu viel Dünger aufnehmen, da dies zu Wurzelverbrennungen führen kann. Es wird empfohlen, in der Anzuchtphase nur etwa ein Viertel der Düngerkonzentration zu verwenden, die für ausgewachsene Pflanzen benötigt wird.
Angenommen, du strebst für eine ausgewachsene Pflanze einen EC-Wert von 1600 µS/cm an, dann solltest du in der Anzuchtphase nur etwa 400 µS/cm erreichen. Wenn dein Leitungswasser jedoch bereits 150 µS/cm aufweist, bleibt dir nur ein Spielraum von 250 µS/cm für den Dünger. Das ist oft nicht ausreichend, um den Nährstoffbedarf der Jungpflanzen zu decken. Eine zu geringe Nährstoffzufuhr kann das Wachstum verlangsamen und die Pflanze schwächen.
Hier kommt eine Umkehrosmoseanlage ins Spiel. Eine einfache Osmoseanlage filtert das Leitungswasser und reduziert den EC-Wert von 150 µS/cm auf etwa 10 µS/cm. Das ermöglicht es Dir, die volle Nährstoffmenge hinzuzufügen, ohne die Gefahr einer Überdüngung oder Wurzelverbrennung. Die Pflanzen können dadurch optimal mit den benötigten Makro- und Mikronährstoffen versorgt werden, wie Stickstoff für die Blattbildung, Phosphor für die Wurzelentwicklung und Kalium für die allgemeine Pflanzenstärkung.
Das Wirkungsprinzip der Umkehrosmose

